ÜBER MICH
Ich bin Natalie Stanczak, Soziologin und Fotografin aus Augsburg.
Ich fotografiere Familien und Brands, halte Workshops und wirke an Ausstellungen mit.
Meine Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Soziologie und Fotografie – zwei Perspektiven, die für mich untrennbar miteinander verbunden sind. Ich verbinde die analytische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen mit einer visuellen Praxis, die genau diese Strukturen sichtbar macht – im Kleinen wie im Großen.
In meinen Bildern finden sich Gesichter und Geschichten wieder, die in gesellschaftlichen Diskursen oft unsichtbar bleiben. Leise und beinahe unscheinbar – und doch in aller Deutlichkeit – erzählen sie von Lebensrealitäten, Care-Arbeit, Verbundenheit, struktureller Ungleichheit und Intersektionalität. Meine Arbeit bewegt sich zwischen individuellen Spuren und der Idee eines kollektiven Archivs.
Was als dokumentarischer Zugang zur Familienfotografie begann, hat sich zu einer vielschichtigen fotografischen Praxis entwickelt. Heute interessiert mich nicht nur das Festhalten von Momenten, sondern das Dazwischen: Beziehung, Erinnerung, Atmosphäre und gesellschaftlicher Kontext.
Als Mutter von zwei Kindern hat sich mein Blick auf Erinnerung noch einmal verändert. Ich weiß heute, wie wertvoll Familienfotos sind – diese kleinen, oft übersehenen Momente, die in ihrer Summe ein ganzes Leben erzählen. Gleichzeitig darf Fotografie für mich über das Alltägliche hinausgehen: Sie kann verdichten, verschieben und sichtbar machen, was sonst ungesagt bleibt.
Familienfotografie als fürsorgliche Praxis
Ich wünsche mir, dass jede Familie die Möglichkeit hat, sich mindestens einmal im Leben auf diese Weise begleiten zu lassen.
Denn Familienfotografie ist für mich mehr als das Festhalten von Momenten – sie ist ein visuelles Familiengedächtnis. Sie zeigt, wie wir wirklich waren. Und wie wir füreinander da waren.
Fotografie verstehe ich als fürsorgliche Praxis: nicht als etwas, das nimmt, sondern als etwas, das zuhört, beobachtet und Beziehung schafft.
Care-Arbeit, Selbstporträts & #mamawowarstdu
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist es, Care-Arbeit sichtbar zu machen – und mich selbst als Careperson nicht auszublenden.
Gemeinsam mit meiner Freundin Nicole Noller habe ich die Kampagne Facesofmoms ins Leben gerufen und das Buch „Bis eine weint!“ veröffentlicht. Außerdem arbeite ich mit Selbstporträts als Form der Selbstverortung und Reflexion und habe den Hashtag #mamawowarstdu initiiert, um Care-Arbeit und Mutterschaft aus der eigenen Perspektive sichtbar zu machen.
Auf www.lewizual.de schreibe ich vertiefend über Biografiearbeit, Erinnerung und fotografische Selbstrepräsentation.
Gesellschaftliche Perspektive & Verantwortung
Mir ist bewusst, dass meine Arbeit nicht losgelöst von gesellschaftlichen Bedingungen existiert. Die Möglichkeit, Zeit und Raum für künstlerische Arbeit zu haben – ebenso wie der Zugang zu fotografischer Begleitung – ist eng mit Fragen von Privilegien verbunden. Diese Reflexion ist Teil meiner Praxis.
Meine Arbeit ist ein Versuch, Fotografie als Raum zu begreifen, in dem Beziehung entsteht: zwischen Menschen, Generationen und Geschichten. Ein Raum, der sichtbar macht, was oft übersehen wird – und der dazu einlädt, genauer hinzusehen.
Lass uns eure Geschichte sichtbar machen.
Schreib mir für eine fotografische Begleitung, ein Familienprojekt oder eine Zusammenarbeit.
Bisherige Ausstellungen
2021 Bis eine* weint“, Palomaa Publishing
2021 Friedensfest Augsburg Fürsorge, Augsburg
2022 Ausstellung und Lesung im Olly West, Stuttgart
2022 Millerntorgallery, Hamburg by Vivaconaguaarts
2023 Ausstellung im Rahmen des Brechtfestivals „shamsiye“
2023 Lesung in der Feministischen Bibliothek MONALiesA Leipzig, Buchmesse Leipzig
2023 Kunstwerk OPEN AIR Festival, Augsburg
2023 Ausstellung „Bis eine* weint!“ Fachtag: Mütter_gesundheit gendersensibel, Berlin
2023 Kunsthalle UG, Ausstellung „Banalitäten im urbanen Raum“, Augsburg
2023 ROY Popkulturpreisträgerin der Stadt Augsburg
2024 Ausstellung Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V., München
2024 Berliner Ensemble „Motherfuckinghood“, Berlin
2024 Kuration und Ausstellung „Do you care“, Staatstheater Augsburg
2025 Ausstellung Kunsthalle UG „UNTENRUM“, Schöne Felder Augsburg
2025 Fotobuch „How shall we learn what our hearts believe in?“, Selfpublished, limited Edition
2025 Ausstellung „COMMON GROUND“, Female Photoclub, München
2026 Ausstellung „MEDEA – EIN FEATURE“, Thecloudstudio, München
2026 Ausstellung, Erzählcafé und Kuration „FROMTHEBLOCK“, Wochen gegen Rassismus, Stadt Augsburg
2026 Foto- und Videoarbeit und Kuration für die Produktion „FÜR EUCH“, Staatstheater Augsburg
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